Garou: Ein Schaf-Thriller


Garou: Ein Schaf-Thriller
ASIN:
3837102238
Mitwirkende:
Publiziert:
6. July 2010
Art
Audio CD
Verkaufsrang
1216
Produktart
Bücher


Bewertung:
(3)







Kundenrezensionen

Ein Hoch auf Sir Ritchfields Herde! (21.06.2010)
Das 2. Buch über die Schafe aus "Glennkill". Georges Schafherde ist mit ihrer neuen Schäferin Rebecca zu einer Europareise aufgebrochen und hat in Frankreich in der Nähe eines Schlosses eine neue Weide gefunden. Doch im Ort geht die Angst um: ein Werwolf soll hier sein Unwesen getrieben haben, und es mehren sich die Anzeichen, dass er wieder aktiv ist. Die Schafe sind in größter Gefahr und versuchen, herauszufinden, wer der gefürchtete "loup garou" ist. Können ihnen die Ziegen auf der benachbarten Weide weiterhelfen, oder vielleicht der mysteriöse, ungeschorene Widder? Und wieso steht mitten auf der Schafsweide ein Schrank...?

Wer "Glennkill" mochte, wird "Garou" lieben; wer hingegen den ersten "Schafs-Krimi" langweilig fand, wird auch mit der Fortsetzung nichts anfangen können. Man muss "Glennkill" nicht unbedingt gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen, aber es hilft, weil die wolligen Protagonisten nicht mehr ausführlich vorgestellt werden. Die typischen Charaktereigenschaften von Miss Maple, Mopple, Othello, Lane und all den anderen werden einem aber auch ohne Vorwissen schnell klar.
Die Geschichte ist gut ausgedacht und nett erzählt, mit viel verspieltem Humor und einer großen Portion Herzenswärme. Obwohl das Buch spannend ist und Blut fließt: Einen knallharten Thriller sollte man nicht erwarten. Ein Lesevergnügen aber auf jeden Fall!


Die Schafe sind zurück :) (17.06.2010)
Die Schafe sind zurück - süßer denn je!
Nach der Aufklärung des Mordes an ihrem Schäfer sind die Schafe nun nach Frankreich aufgebrochen.

Hier werden sie ergänzt durch einen neuen Charakter: eine ziemlich flippige und waghalsige Ziege.
Doch dann droht Gefahr durch einen Loup garou (französisch: Werwolf).
Der Titel soll übrigens darauf anspielen, dass vielleicht der menschliche Anteil (Garou) die gefährlichere und unheimlichere Seite darstellt.

Garou ist mehr Thriller als Krimi, da der Werwolf weiter mordet. Sie müssen versuchen weitere Tote zu verhindern, und stehen sozusagen einem Psychopathen gegenüber. Und obwohl Mensch und Schaf die Angst vor Werwölfen teilen, ist sie für die Schafe durchaus realer.

Sir Ritchfield wird älter, verliert aber nicht an Würde. So entdeckt man neue Seiten am Leitwidder.

Besonders süß ist auch das Winterlamm, über das man in Glennkill noch relativ wenig erfährt. Hier hat es nun größere und wirklich sehr witzige Auftritte.

Ich musste viel Lachen bei diesem Buch!
Der Charm aus Glennkill ist nicht verloren gegangen.

Absolut empfehlenswert!


Fortsetzung mit Thriller-Note (23.06.2010)
Das neue Buch von Leonie Swann ist genauso wenig ein Thriller, wie ihr erstes Buch ein wirklicher Krimi war. Man könnte viel mehr von einer "Duftnote" Thriller sprechen, genauso, wie es eben bei Glennkill: Ein Schafskrimi war, wir hatten zwar "Krimiatmosphäre", aber keinen klassischen Krimi.

Die Autorin beginnt genau dort, wo sie aufgehört hat. Daumenkino (kleiner Schmunzler), und die angestammten Protogonisten mit leicht veränderten Rollen, sind alte Bekannte, über die man sich freut, wenn man das 1.Buch gelesen hat, daneben tauchen neue Gesichter, Personen, Tiere wie z.B. Ziegen auf, und macht das Ganze ein wenig komplexer. Dabei geht die Autorin nur flüchtig auf die Vergangenheit und auf das was diesem Roman vorausging ein. Auch wenn man den ersten nicht gelesen haben muss, schmunzelt man trotzdem, wenn man sich an so manches von der Autorin erinnert wird, und das aus der Vorgeschichte nochmal vorüberziehen lässt...

Ansonsten zieht Leonie Swann mit dem weiter, was ihr Erfolgsrezept ist, Szenen zum Schmunzeln, Lachen, leichte Gänsehaut (Thrillernote), und lebt genauso wie schon in ihrem ersten Buch von der Andeutung des Ungefähren,Bruchstückhaften und schickt damit den Leser natürlich selbst auf innere Suche, ein inneres Abwägen und Forschen, wie es eben jene Schafe in Coproduktion mit den Ziegen tun...

Ein ominöser Werwolf soll das Unheil treiben, die Schafe haben neu ihr Winterquartier in Frankreich in der Nähe eines Schlosses bezogen, Schäferin Rebecca kümmert sich um sie, sie ist die Tochter des ursprünglichen Besitzers der Schafsherde, George. Es schneit (Cover!), wir werden ein wenig mit französischem Jargon eingeweiht, was wahrscheinlich damit zu tun hat, dass die Autorin schon in Frankreich gelebt hat...

Wer mit dem ersten Buch Glennkill wie ich seine Freude hatte, dürfte hier auf seine Kosten kommen, wer aber schon beim Schafskrimi seine Mühe hatte, könnte hier nur ein weiteres Mal enttäuscht werden, dem sei eher abgeraten...

Ansonsten ein unterhaltender Lesegenuss à la Leonie Swann wie wir es von ihr gewohnt sind, verspielte Gedanken und Wortkreationen wie wir sie kennen und lieben, auch wenn wir Schafe gar nicht als clever einschätzen, Leonie Swann haucht ihnen ihnen eine Intelligenz und Cleverness ein, die im Mix der virtuosen Sprache einen weiteren unterhaltenden Wert liefert, angereichert mit Urkomik, Sprachwitz und Merkwürdigkeit...wie wir es von dieser aussergewöhnlichen, eigenwilligen und extravertierten jungen Autorin kennen...eine junge Schriftstellerin, mit der man genauso seine Mühe wie seine Freude haben kann...die Aufteilung in jene Lager, wird auch den Thriller-Freunden nicht erspart bleiben..ganz nach dem Motto.... leave it or love it!